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Keine Fehlalarme: Die Revolution der abgeglichenen Spulentechnologie bei der Metallerkennung in Stahldraht-Gurtförderern

Aug 01, 2013

In der hochgradig risikobehafteten Umgebung des modernen Bergbaus und der Schwerindustrie stellt das Förderband die Lebensader der Produktion dar. Seit Jahrzehnten gilt das Stahldrahtförderband als Goldstandard für den Materialtransport über weite Strecken und mit hoher Belastung aufgrund seiner außergewöhnlichen Zugfestigkeit. Für Wartungsmanager und Anlageningenieure stellen diese Förderbänder jedoch ein Paradoxon dar: Sie sind unverzichtbar für die Effizienz, doch ihre Überwachung auf metallische Verunreinigungen ist notorisch schwierig.
Die zentrale Herausforderung liegt in der Physik des Förderbands selbst. Ein Standard-Stahldrahtförderband enthält Tausende Stahldrähte als Verstärkungselemente. Für einen herkömmlichen metall-Detektor erscheint dieser kontinuierliche Strom ferromagnetischen Materials wie ein massives, sich bewegendes Metallstück. Dadurch entsteht ein „Hintergrundrauschen“ bzw. magnetische Interferenz, das häufig das Signal eines gefährlichen Fremdmetalls – beispielsweise eines gebrochenen Eimerzahns eines Baggers oder eines Bohrers – überlagert und zu einer hohen Rate falscher Alarme führt.

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Die Physik der Störung
Um die Lösung zu verstehen, müssen wir zunächst das Problem definieren. Herkömmliche Metalldetektoren arbeiten nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion. Sie erzeugen ein magnetisches Feld, und wenn ein metallisches Objekt dieses Feld durchläuft, stört es das Feld und induziert eine Spannung in einer Empfangsspule.
Bei einer Anwendung mit Gewebegurt ist der Hintergrund „ruhig“. Wenn Metall hindurchläuft, ist der Signalanstieg deutlich und leicht zu erkennen. Bei einer Anwendung mit Stahldrahtgurt hingegen ist der Hintergrund „störanfällig“. Die Stahldrähte selbst beeinflussen das Magnetfeld des Detektors. Faktoren wie Variationen an den Gurtverbindungen, geringfügige vertikale Schwingungen (Wackeln) des Gurts oder sogar Änderungen der Materialbelastung können Schwankungen im Magnetfeld verursachen.
Ältere oder minderwertige Detektionssysteme haben Schwierigkeiten, zwischen dem „Störgeräusch“ der Gurtkonstruktion und dem „Signal“ eines gefährlichen Kontaminanten zu unterscheiden. Dies führt zu zwei kostspieligen Szenarien:
Falsch-Positive: Die Maschine stoppt die Produktionslinie aufgrund einer „Metallerkennung“, die sich als Gurtverbindung oder als Vibrationsstoß entpuppt. Dadurch geht Zeit verloren und das Vertrauen der Bediener in das System schwindet.
Falsch-Negativ-Meldungen: Um die Fehlalarme zu vermeiden, reduzieren Bediener oft die Empfindlichkeit des Geräts, wodurch gefährliches Metall unbeabsichtigt durchgelassen und nachgeschaltete Brecher oder Mahlwerke beschädigt werden.

Die ausgeglichene Spulenlösung
Die Lösung für dieses Dilemma ist das System mit ausgeglichenen Spulen – ein technologischer Fortschritt, der die Metallerkennung im Bergbausektor neu definiert hat. Im Gegensatz zu herkömmlichen Konstruktionen, die möglicherweise eine einzige Sende- und Empfangsschleife verwenden, setzt ein System mit ausgeglichenen Spulen eine hochentwickelte Anordnung aus drei Spulen ein: einer Sendespule und zwei identischen Empfangsspulen, die gegenläufig geschaltet sind.
Der Begriff „Ausgeglichenheit“ bezieht sich auf den elektrischen Zustand der Empfangsspulen. In einer idealen Umgebung heben sich die in den beiden Empfangsspulen induzierten Spannungen gegenseitig auf, was zu einer Nettoausgangsspannung von null führt. Dadurch entsteht eine außergewöhnlich stabile Ausgangsbasis.
Wenn ein metallischer Verunreiniger die Öffnung durchläuft, beeinflusst er das Magnetfeld; entscheidend ist jedoch, dass er die beiden Empfangsspulen unterschiedlich (bzw. nacheinander) beeinflusst, wodurch das Gleichgewicht gestört und ein messbares Signal erzeugt wird.
Die Genialität dieses Designs im Kontext von Stahldraht-Gurtbändern liegt in seiner Fähigkeit, „Common-Mode“-Störungen zu unterdrücken. Das massive magnetische Hintergrundfeld, das von den Stahldrähten erzeugt wird, wirkt nahezu gleichzeitig und in gleicher Weise auf beide Empfangsspulen. Da das System darauf ausgelegt ist, nach der Differenz (der Unausgeglichenheit) und nicht nach dem absoluten Signalpegel zu suchen, wird das massive Hintergrundrauschen der Stahldrähte effektiv kompensiert.

Fortgeschrittene Signalverarbeitung: Impuls-Welle vs. kontinuierliche Welle
Während die Hardware (Spulen) die erste Verteidigungslinie darstellt, gewährleistet das »Gehirn« der Maschine die Genauigkeit. Traditionelle Detektoren verwenden häufig die kontinuierliche Wellenerkennung und analoge Schaltungen. Obwohl diese Systeme in der Vergangenheit funktionsfähig waren, stoßen sie in modernen industriellen Umgebungen, die von Frequenzumrichtern (Variable Frequency Drives) und großen Motoren durchzogen sind, auf Schwierigkeiten, da diese elektrisches Rauschen erzeugen.
Unser Ansatz nutzt ein Impuls-Wellen-Erkennungsverfahren (Pulse Wave Detection) in Kombination mit einer vollständig digitalen Steuerung. Statt ein kontinuierliches Signal auszusenden, das ständig Störgeräusche aufnimmt, sendet das System Impulswellen mit festen Frequenzen aus und verarbeitet die Echosituationen innerhalb definierter Zeitfenster. Diese „Hörphase“ ignoriert Störungen außerhalb des jeweiligen Zeitfensters und filtert so Interferenzen auf natürliche Weise heraus.
Darüber hinaus verwendet das System einen leistungsstarken industriellen DSP-(ARM-)Prozessorkern mit Hardware-Multiplizierern. Diese Rechenleistung ermöglicht fortschrittliche Algorithmen wie Mittelwertabgleich und Geschwindigkeitsmerkmalsabgleich. Das System kann automatisch die „Nullpunktdrift“ – geringfügige Signaländerungen des Bandes im Zeitverlauf – verfolgen und in Echtzeit korrigieren. Dadurch bleibt der „Hintergrund“ stets bei Null, was die Stabilität des Systems auch bei wechselnden Umgebungsbedingungen gewährleistet.

Die Herausforderung durch Verbindungsstellen und den „Material-Effekt“
Ein häufiger Ausfallpunkt herkömmlicher Detektoren ist die Bandverbindung (Splice). Der Fugenbereich weist oft die doppelte Stahlmenge des normalen Bandes auf, was zu einem starken Signalspitzenanstieg führt, der in der Regel einen Fehlalarm auslöst. Herkömmliche Verfahren „blenden“ den Detektor während der Verbindung einfach aus, wodurch eine gefährliche Lücke im Schutz entsteht.
Unsere Technologie integriert ein spezialisiertes Spleiß-Erkennungsgerät. Mithilfe von Vor-Magnetisierern und Identifikatoren ermittelt das System den magnetischen Sättigungsgrad des Spleißes. Anstatt abzuschalten, wechselt der Detektor in einen Satz unabhängiger Steuerparameter, die speziell für den Spleiß kalibriert sind. Er erhöht dynamisch die Erkennungsschwelle, sodass die Erkennung gefährlicher Metalle auch beim Überfahren der starken Verbindung fortgesetzt werden kann.
Ebenso adressiert diese Technologie den sogenannten „Material-Effekt“ von Metalloren. Hochwertige Erze können Wirbelströme erzeugen, die denen von Metall ähneln. Die Abklingzeit des von Erz erzeugten Wirbelstroms ist jedoch kürzer als die eines massiven Metallstücks. Der Detektor berechnet diese Zeitdifferenz und ignoriert dadurch effektiv das Erz, während er gleichzeitig Metall zuverlässig erkennt.

Erkennung des Unerkennbaren: Nichtmagnetische Metalle
Einer der wichtigsten Vorteile dieser fortschrittlichen elektromagnetischen Detektion ist die Fähigkeit, nichtmagnetische Metalle wie hochmanganhaltigen Stahl (häufig in Eimerzähnen und Auskleidungen verwendet) und Edelstahl zu erkennen.
Obwohl diese Metalle nicht magnetisch sind, leiten sie elektrischen Strom. Wenn sie durch das elektromagnetische Feld des Detektors hindurchlaufen, erzeugen sie Wirbelströme. Das System ist so konzipiert, dass es die spezifische Phasenverzögerung und Dämpfungszeit dieser Wirbelströme erfasst. Dadurch wird sichergestellt, dass die schädlichsten Arten von Fremdmetallen – also jene, die von herkömmlichen magnetischen Detektoren übersehen werden – erkannt werden, bevor sie den Brecher erreichen.

Intelligente Klassifizierung und Vernetzung
Der moderne Bergbau erfordert mehr als nur einen einfachen Alarm; er erfordert Integration. Moderne Metalldetektoren verfügen nun über klassifizierte Detektionsausgänge. Das System kann zwischen kleinem Metall, großen Metallblöcken und langen stabförmigen Metallteilen unterscheiden.
Dies ermöglicht eine intelligente Automatisierung:
Kleine Metallteile: Das System kann einen elektromagnetischen Separator auslösen, um das Objekt zu entfernen, ohne die Förderstrecke anzuhalten.
Lange Stäbe: Diese stellen ein Risiko für Risse im Förderband dar. Das System kann die Förderbandsteuerung signalisieren, um unverzüglich anzuhalten.
Fernüberwachung: Mit MODBUS-Feldbussupport kommuniziert der Detektor direkt mit den DCS- oder SPS-Systemen der Anlage und ermöglicht so Fernüberwachung und Datenaufzeichnung.

Fazit
Die Zeit der Wahl zwischen „Empfindlichkeit“ und „Stabilität“ ist vorbei. Die ausgewogene Spulentechnologie in Kombination mit Impuls-Wellen-Verarbeitung und intelligenten Algorithmen hat diese Lücke geschlossen. Für Branchen, die auf Förderbänder mit Stahldrahtbewehrung angewiesen sind, verwandelt diese Technologie den Metalldetektor von einem störanfälligen Sensor in einen zuverlässigen Wächter der Produktionsstrecke – sodass ausschließlich das Erz und nicht Maschinenteile über das Band transportiert werden.

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